DEUTSCH | SLOVENSKY
FACTBOX:

NUTZUNG: Büro / F&E / Fachhochschule
NUTZFLÄCHE: ca. 7.500 m²
BÜROLAYOUTS:
Kombi-, Gruppenbüros, Businessclub
SOLAR COOLING: Kühlung mittels Sonnenenergie
PHOTOVOLTAIK: 40.000 kwh/a Solarstrom
BAUTEILAKTIVIERUNG: behagliches Raumklima
PFLANZENPUFFER: biologische Gebäudeklimatisierung
form follows energy

Analog dem Begriff "form follows function", Teil eines berühmten Ausspruches von Louis Sullivan, folgt das Gebäude in Grundriss und äußerer Form den Gegebenheiten der Sonne als Energiespender.
Die spezielle Faltung der Südfassade ermöglicht z.B. einen sehr hohen Verglasungsanteil und gleichzeitig eine optimale Verwertung des solaren Eintrages: im Winter kann dank der tiefstehenden Sonne und einer speziellen Luftführung die Wärme eingefangen und dann in den Norden des Gebäudes verteilt werden, im Sommer verschattet sich die Fassade selbst, sodass 100 % der einfallenden Direktstrahlung von den auf der Faltung angebrachten PV Modulen aktiv verwertet wird und nur mehr der Indirektanteil der Solarstrahlung zur Beleuchtung in den Raum gelangt. Dieser Strahlungsanteil ist dann ähnlich hoch wie der einer Nordfassade.

Rhythmus statt Gleichförmigkeit

Auch der Grundriss wird vom Prinzip des Rhythmus bestimmt. Zellenbüros nach Norden kontrastieren mit großzügig verglasten, größeren Raumeinheiten im Südbereich. In der Zeit in der Blend- oder Sonnenschutz keinen Ausblick ermöglicht, wird er durch die innere Großzügigkeit und den freien Blick durch die Pflanzenpufferräume mehr als ersetzt. Im Südbereich kann je nach Lichtbedingungen der Tages und Jahresverlauf erlebt werden ohne auf den Klimakomfort verzichten zu müssen, im Norden herrschen ganzjährig gleichmäßige Bedingungen. Nebenräume und Gangbereiche liegen offen an der Südzone und profitieren ganzjährig von ihrem Überfluss an Licht , räumlicher Weite und rhythmischer Veränderung.

ökologischer Materialeinsatz

Masse wird nur dort eingesetzt, wo sie für den Gebäudekomfort Sinn macht: in Fußboden und Decke. Die Aussenwände sind als Holzleichtbau Fertigteilelemente konzipiert. So kann mit einer Gesamtwandstärke von nur 31 cm Passivhausstandard erreicht werden. Das ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll, weil mit einem minimalen Einsatz an Ressourcen maximale Wärmedämmung und gleichzeitig maximale Nutzfläche erzielt werden.